ISS-Kommando übernommen | Alexander Gerst mit Sojus angedockt

Nach dem erfolgreichen Start am 06.06. vom Weltraumbahnhof Baikonur war es nach 2 Tagen und dutzenden Erdumrundungen mit dem Sojus MS-09– Raumschiff gestern soweit. Der russische Astronaut und Kampfjetpilot Sergej Prokopjew, unser Geologe und neuer ISS-Kommandant Alexander Gerst und die U.S. amerikanische Ärztin Serena Auñón-Chancellor dockten gestern planmäßig gegen 15:00Uhr an die Internationale Raumstation an. Der Start sei „fantastisch“ gewesen, sagte Gerst. Auch der zweitägige Flug in der engen Sojus-Kapsel sei weniger anstrengend gewesen als gedachtweil es mit den beiden anderen in der Kapsel „schön gemütlich“ war. „Ich hab erstaunlich gut geschlafen.“

Der Flug mit der Trägerrakete bis ins All dauerte nur 8 min. Der längste Teil der Reise von knapp Zwei Tagen sind die Umrundungen der Erde um mit dem Sojus-Raumschiff in den Orbit der ISS zu kommen. Die ISS passend ab zu fangen, denn auch diese kreist mit 28.000Km/h um die Erde, ist die Kunst. Das Raumschiff nährt sich mit seinen Erdumrundungen in den 400Km hohen Orbit, der ISS an. Man kann sich das Manöver wie eine Aufholjagd vorstellen. Sobald sich das Sojus-Raumschiff im Orbit der ISS befindet, kann es Andocken. Um genau zu sein benötigt es sogar Zwei dieser größeren Schupmanöver um in den passenden Orbit der ISS zu gelangen. Diese Prozedur dauerte planmäßig 34 Erdumrundungen. Mit den nötigen Schüben der Antriebsdüsen wird das Sojus-Raumschiffs permanent auf Kurs zur ISS und zur „Einstiegsschläuse“ gehalten.

ISS-Kommando übernommen | Alexander Gerst mit Sojos angedockt
ISS-Kommando übernommen | Alexander Gerst mit Sojos angedockt

„Wenn man zum zweiten Mal in sein Raumschiff steigt, dann fühlt es sich schon ein wenig an wie zu Hause“, sagte Astronaut Alexander Gerst im Vorfeld über seine Rückkehr zur ISS. Nach dem Andockverfahren wurde die neue Mannschaft von der alten Mannschaft traditionell in Hawaihemden in Empfang genommen. Alles verlief nach Plan und 2 Stunden nach andocken konnte die Luke geöffnet werden. Ganz vorne mit dabei: Die Maus.

Spektakulär waren auch die Live-Übertragungen von NASA und ESA des Anflug- und Docking-Manöver. Auch deutsche Sendeanstalten wie ARD und NTV ließen sich dazu hinreißen, live zu Berichten. Mittlerweile ist viel möglich, Live-Streams in Full HD-Auflösung eines Raumschiff-Andockmanöfers mit einem deutschen ISS Kommandanten sind auch Medienwirksam. Aber genau das braucht die Branche. Ist das Interesse und das Verständnis der Bevölkerung da, lässt sich auch mehr erreichen. Man denke da nur an die Apollo-Missionen.

 

Was macht Alexander Gerst eigentlich so auf der ISS, außer aus dem Fenster schauen? Klick den Link an:

https://pro-space.de/alexander-gerst-kommandant-der-mission-horizons/

 

 

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